🚒 Dienstabend am 24.11.2020🚒

Es gibt verschiedene Stoffe die brennen können. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie und womit man die verschiedenen BrÀnde löschen muss. Dies war das Thema des heutigen Dienstabends.

Den Kameradinnen und Kameraden wurde anhand von Beispielen verdeutlicht, welche Brandarten es gibt und wie man diese löscht. An mehreren Stationen simulierten die Ausbilder die BrÀnde. Nun musste das richtige Löschmittel gefunden und eingesetzt werden.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die sogenannte „Fettexplosion“ gelegt. Leider kommt es heutzutage noch zu hĂ€ufig der Annahme, dass ein brennender Kochtopf mit Öl durch Wasser gelöscht werden muss.

Doch was genau passiert bei einer Fettexplosion?

Bei einer Temperatur von 100°C wird aus Wasser Wasserdampf. Wird also ein Wasserstrahl in siedendes oder brennendes Fett gerichtet, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers. Dabei werden aus einem Liter Wasser 1.700 Liter!! Wasserdampf. 
Der Wasserdampf treibt das brennende Fett auseinander, vergrĂ¶ĂŸert dessen OberflĂ€che um das Tausendfache und kann unmittelbar zur Explosion fĂŒhren. Es entsteht ein wahrer Feuerball, der sich – je nach GrĂ¶ĂŸe des Raums – ĂŒber die gesamte KĂŒche erstrecken kann, so dass Personen welche sich in der NĂ€he der Gefahrenquelle aufhalten (z.B. am KĂŒchentisch) ebenfalls in Gefahr schweben.

Dieser Vorgang spielt sich innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde ab. Daher ist ein Mensch der sich unmittelbar vor der Gefahrenquelle befindet in akuter Lebensgefahr. Eine Fettexplosion kann hier zu lebensbedrohlichen Verbrennungen fĂŒhren, oder sogar direkt zum Tod fĂŒhren. Selbst wenn es noch nicht zur kompletten Fettexplosion kommt, kann extremer Wasserdampf entstehen, der ebenfalls zu schweren Verbrennungen und VerbrĂŒhungen fĂŒhren kann. 

ACHTUNG LEBENSGEFAHR!
Lösche niemals brennendes (und extrem heißes Fett) mit Wasser!

Wir hoffen, wir konnten euch einen Einblick in das wichtige Thema gewĂ€hren. Habt ihr Fragen oder sogar Lust, uns bei der Rettung und vor allem Vermeidung solcher Momente zu unterstĂŒtzen, dann kommt zur Freiwilligen Feuerwehr WarnemĂŒnde. 

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